Der Schimmelreiter

Von allen Prosawerken gilt die Altersnovelle „Der Schimmelreiter“ als die bedeutendste Leistung des Husumer Dichters Theodor Storm. Entsprechend vielfältig sind die innerhalb des 20. Jahrhunderts vorgelegten Interpretationen und kaum ein anderer Erzähltext Storms wurde hinsichtlich seiner Entstehung und seiner Quellen genauer untersucht. Die Novelle gehört zu den bedeutendsten Werken des literarischen Realismus. Die lange Erfahrung Theodor Storms mit Erinnerungsmotiven, die genaue Kenntnis von Rahmenstrukturen und nicht zuletzt die Meisterschaft, mit der er Situationen angemessen schildern konnte, ermöglichten es dem schwer kranken Autor, am Ende seines Lebens mit dem „Schimmelreiter“ noch einmal ein Meisterwerk zu schreiben.

Jedoch scheint es, dass eine besondere Interpretation des Werkes ausbleibt. Der verästelte Satzbau, dessen sich Storm bedient, führt den Leser zunächst auf verschlungenen Pfaden in die Welt Hauke Haiens. Ebenso konstruiert der Autor, der als der letzte deutsche Romantiker bezeichnet wird, eine Szenerie, die die tiefere Bedeutung der Handlung im Mystischen belässt. Diese konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit dem Alterswerk Storms soll die Aspekte der literarischen Größe und der Unwägbarkeiten, die uns im Schimmelreiter begegnen, gegenüberstellen. Es soll ein naiver Zugang gesucht werden, um die persönlichen und faktischen Impulse, die uns Theodor Storm vermittelt, in Abwägung bringen zu können. Das vorliegende Stück versucht sich dieser Aufgabe anzunehmen.

DIE JUGENDLICHEN:
LUISE RAEDER: „Es ist DEINE Schuld!“
ANNA LUISA ABRAHAM: „Na … alles schick?“
EMILY STURMHÖFEL: „Immerhin bin ich nicht Polizist geworden!“
LUCIENNE FIONA STANGE: „Besser dick als doof!“
SIMON WOHLGEMUTH: „Ich bin nicht dick!“
MICHAEL BERG: „Ich kann so nicht arbeiten.“
DENNIS MÜLLER: „So kann ich nicht arbeiten.“

DIE ERWACHSENEN:
TECHNISCHE LEITUNG: Steffen Klimt
TECHNISCHE BETREUUNG: Robert Hoth
BÜHNENBAU UND REQUISITE: Andreas „Speiche“ Schuld
STÜCKTEXT, DRAMATURGIE, REGIE: Jakob Fasold


Premiere am:

03.05.2019 um 19:00 Uhr

STiC-er Theater, Alte Eisengießererei,
Frankenstraße 61, Stralsund


Schulvorstellungen:

auf Anfrage


Kartenreservierung

Karten unter Tel. 03831/280786 oder über unser Kontaktformular:

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