Atriden

Wenn man statt Ferkel wieder Kinder schlachtet…

Auf der Suche nach dem archaischen Theater begegnen wir der antiken Tragödie. Sie steht am Anfang der abendländischen Kultur.
Das Stück „Die Troerinnen“ ist ca. 2400 Jahre alt und trotzdem empfinden wir den Stoff als zeitgemäß. Es scheint uns, als passiere die menschliche Geschichte in ihrem Kreislauf wieder den Zustand, aus dem heraus diese Welt entstanden ist.

Regie: Jana Deters-Gonseth

Premiere: 23.05.2002

Pünktchen & Anton

„Streichhölzer, kaufen Sie Streichhölzer, meine Herrschaften!“, ruft Pünktchen, alias Luise Pogge, wenn sie allabendlich neben einer merkwürdigen alten Frau auf der Weidammer Brücke mitten in Berlin steht.

Natürlich ohne das Wissen ihrer Eltern, Herr und Frau Doktor Pogge, die sie ja ganz sicher in Obhut von Fräulein Andacht glauben. Aber ist Fräulein Andacht wirklich so harmlos, wie sie tut? Als die Situation dann brenzlig wird, ist zum Glück Pünktchens Freund Anton zur Stelle.
Und sie selbst ist ja schließlich auch nicht auf den Kopf gefallen.
nach Erich Kästner

Regie: Danica Kupkovic

Premiere: 03.05.2002

Wir finden dich Scheiße

Im Mai 2001 tötet sich ein Schüler in Wozinkel (Mecklenburg) wegen „jugendtypischer Streitereien“. Im Juni 2001 nimmt eine Theatergruppe des STiC-er Theater Stralsund diesen Vorfall zum Ausgangspunkt für eine szenische Auseinandersetzung.

Die zwölf Jugendlichen Spieler fragen mit den Mitteln des Theaters danach, was einen Menschen soweit bringen kann, was ihm widerfahren sein könnte. Mit einer „aufwühlenden“ (OZ) Werkschau unter dem Titel »Mobbing.Dick.« wurde letztes Jahr ein erstes Arbeitsergebnis präsentiert. Nach intensiver halbjähriger Probenzeit wird nun das Stück »Wir finden dich Scheiße« vorgestellt. Geschrieben, inszeniert und gespielt von den Kindern des Konsums (einer Theatergruppe des STiC-er Jugendtheaters).

Regie: Christian Schmidt

Premiere: 22.04.2002

Aladin

Aladin holt auf Geheiß eines Zauberers eine alte Lampe aus einem Brunnen. Wenn man daran reibt, erscheint ein Geist, der jeden Wunsch erfüllt. Aladin entdeckt dieses Geheimnis, überlistet den Zauberer und behält die Lampe.

Zusammen mit den Teilnehmern wurde das orientalische Märchen „Aladin“ tänzerisch-szenisch umgesetzt. Nicht nur die technische Befähigung, sondern auch der mimische Ausdruck bilden den Mittelpunkt des Stückes.

Eine liebevoll ausgestattete Ballettinszenierung mit vielen bunten Kostümen und klassischer Musik.

Regie: Susanne Dunst

Premiere: 10.04.2002

Disneykiller

Zwei 28-Jährige haben seit Jahren ihre Wohnung nicht verlassen. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Schokolade. Die Eltern sind tot.
Niemand weiß, warum.

Im Verlauf ihres ‚Dahinvegetierens‘ werden sie gezwungen, sich mit ihren Urängsten auseinander zu setzen.

Philip Ridley lässt das Stück zwischen dem Möglichen und Unmöglichen spielen. Kann sein, dass alles ein Traum ist. Kann sein, dass sich alles in einen (realen) Albtraum verwandelt hat:

„…Dann steht der Disney-Killer auf, packt die Mistgabel und rammt sie dem Bub durch den Hals… Als der Bub tot ist, legt der Disney-Killer die Plastikente auf die Leiche und verläßt den Laden.“

 

Regie: Jana Deters-Gonseth

Premiere: 06.04.2002