Mein Kampf

Eines Abends klopft völlig unerwartet ein Mann namens Adolf Hitler an die Tür eines Männerwohnheims für Heimatlose in der Wiener Blutgasse und erkundigt sich nach einer Unterkunft.

Der Jude Schlomo Herzl kümmert sich um den Fremden und weist ihn in die Gepflogenheiten des Hauses ein. Herzl tut sein Bestes, um die ungehobelten Manieren des schlecht erzogenen Bauernjungen wenigstens so weit zu bessern, dass ein Zusammenleben unter einem Dach erträglich wird.

nach George Tabori

Regie: Axel Zühlsdorff, Jana Deters-Gonseth

Premiere: 15.03.1999

David und Goliath

Dieses Stück ist eine modere Fassung der biblischen Geschichte von David und Goliath, die den blutigen Krieg zwischen Israeliten und Philistern zum Thema hat.

Der Bäckerbursche David ist natürlich die Hauptfigur. Er soll seinen drei Brüdern im Kriegslager der Israeliten die Jause bringen. Bei dieser Gelegenheit erfährt er, wer der Goliath ist und dass sich schon lange niemand mehr traut, gegen diesen Riesen im Kampf anzutreten. Obwohl der ganze Krieg erst dann beendet werden kann, wenn einer den Goliath besiegt…

Schließlich ist es aber gerade David – der kleine schwache David – der den Zweikampf gegen den riesigen Philister wagt:
„Ich kämpfe mit dem, was im Kopf drin ist – mit dem Hirn!“

Welche Mittel er aber außerdem noch zum Kampf verwendet, darüber hat sich Franz Hohler, der Autor dieses Stückes, Gedanken gemacht und dabei ganz neue, überraschende Dinge herausgefunden.

Der Weltuntergang

Soyfers erstes Stück „Der Weltuntergang“ oder „Die Welt steht auf kein‘ Fall mehr lang“ wurde im Frühsommer 1936 uraufgeführt und bereits am 11.07.1936 zum letzten Mal gespielt.
Es zeigt die Menschheit vor der Apokalypse, der Zerstörung der Welt durch einen Kometen – die gewaltsame Unterdrückung revoltierender Massen und die Verblendung, in der die Menschen auf den Weltuntergang warten, werden dargestellt.

Der Komet schließlich bringt es nicht übers Herz, die Erde zu zerstören, was dem Stück einen eigentlich positiven Ausgang beschert, gleichzeitig aber auch die folgenlose Unverbesserlichkeit und Dummheit der Menschheit betont.

Vineta

1937 schrieb Jura Soyfer „Vineta“. Dort entfernt er sich von allen Traditionen des Volksstücks und zeigt eine Absurdität von Handlung und Sprache, die unweigerlich dem Abgrund und der Vernichtung entgegensteuert. Thematisiert werden der Protest gegen Umstände, die als unveränderlich angesehen werden, und das „Nicht-wissen-wollen“. Vineta ist eine Warnung vor dem Krieg und vor Illusionen, die erzeugt werden, um Menschen zu unterdrücken.
(www.wikipedia.org)