Fisch zu Viert

Theaterstück um drei Damen und ihren Diener.

Die märkische Provinz im 19. Jahrhundert:
Drei Schwestern, nicht mehr die jüngsten, fahren mit ihrem Diener in die Sommerfrische. Doch die Idylle trügt. Der Diener, zermürbt von der langjährigen Arbeit, will den Dienst
quittieren und mit einer Abfindung eine Weltreise antreten. Das versprochene
Geld wird ihm jedoch verweigert und so droht der Diener mit der Enthüllung pikanter Geheimnisse…

Regie: Thilo Klang

Premiere: 29.03.2001

Kraftwerk

Kraftwerk Peenemünde: Geburtsstätte der modernen Raumfahrttechnologie! Arbeitsstätte für eine Masse von Menschen. Hoffnung von unbegrenzter Mobilität. Fluch oder Segen? Tanztheater in industriellen Monumenten, die neu entdeckt werden wollen!

Eine Koproduktion des STiC-er Jugendtheaters, der Ernst-Busch-Hochschule und des Historisch-Technischen Museums Peenemünde.

Worte, Bewegungen, Gesang, Bilder als Ausdrucksformen. Einzelwesen, Masse, Momente, Erinnerungen, Visionen, Kraft, Panik, Sinnlichkeit, Neugierde, Mystik, Raum, Dynamik, Zeit: Gesetz der Bewegung in der Entwicklung von damals bis heute. In der Gewichtung der jeweiligen Kategorie entstehen die verschiedensten Choreografien.
Die Performance wird sich aus den unterschiedlichsten Tanzstilen zusammensetzen, der historischen Entwicklung von der Entstehung der Kraftwerke bis zur Gegenwart folgend.

Eigenwillige, ungemütliche Orte als Stätte des Theaters? In Peenemünde wurde in den 30er und 40er Jahren der Grundstein gelegt für die moderne Raumfahrttechnologie. Seit diesem Zeitpunkt hat die technologische Entwicklung mehrere Revolutionen erlebt. Die Geschichte der Spielstätte gibt dem Projekt seine inhaltliche Ausrichtung. Das ehemalige Kraftwerk der Peenemünder Raketenversuchsanstalt steht in seiner Monumentalität symbolisch für eine vergangene Epoche. An der Produktion sind insgesamt 30 junge Menschen in allen Arbeitsbereichen beteiligt sein. Kraftwerk Peenemünde – Pommersche Eisengießerei Stralsund.

Regie: Stefan Hahn

Premiere: 07.07.2000

Mein Kampf

Eines Abends klopft völlig unerwartet ein Mann namens Adolf Hitler an die Tür eines Männerwohnheims für Heimatlose in der Wiener Blutgasse und erkundigt sich nach einer Unterkunft.

Der Jude Schlomo Herzl kümmert sich um den Fremden und weist ihn in die Gepflogenheiten des Hauses ein. Herzl tut sein Bestes, um die ungehobelten Manieren des schlecht erzogenen Bauernjungen wenigstens so weit zu bessern, dass ein Zusammenleben unter einem Dach erträglich wird.

nach George Tabori

Regie: Axel Zühlsdorff, Jana Deters-Gonseth

Premiere: 15.03.1999

David und Goliath

Dieses Stück ist eine modere Fassung der biblischen Geschichte von David und Goliath, die den blutigen Krieg zwischen Israeliten und Philistern zum Thema hat.

Der Bäckerbursche David ist natürlich die Hauptfigur. Er soll seinen drei Brüdern im Kriegslager der Israeliten die Jause bringen. Bei dieser Gelegenheit erfährt er, wer der Goliath ist und dass sich schon lange niemand mehr traut, gegen diesen Riesen im Kampf anzutreten. Obwohl der ganze Krieg erst dann beendet werden kann, wenn einer den Goliath besiegt…

Schließlich ist es aber gerade David – der kleine schwache David – der den Zweikampf gegen den riesigen Philister wagt:
„Ich kämpfe mit dem, was im Kopf drin ist – mit dem Hirn!“

Welche Mittel er aber außerdem noch zum Kampf verwendet, darüber hat sich Franz Hohler, der Autor dieses Stückes, Gedanken gemacht und dabei ganz neue, überraschende Dinge herausgefunden.

Der Weltuntergang

Soyfers erstes Stück „Der Weltuntergang“ oder „Die Welt steht auf kein‘ Fall mehr lang“ wurde im Frühsommer 1936 uraufgeführt und bereits am 11.07.1936 zum letzten Mal gespielt.
Es zeigt die Menschheit vor der Apokalypse, der Zerstörung der Welt durch einen Kometen – die gewaltsame Unterdrückung revoltierender Massen und die Verblendung, in der die Menschen auf den Weltuntergang warten, werden dargestellt.

Der Komet schließlich bringt es nicht übers Herz, die Erde zu zerstören, was dem Stück einen eigentlich positiven Ausgang beschert, gleichzeitig aber auch die folgenlose Unverbesserlichkeit und Dummheit der Menschheit betont.