Der nackte Wahnsinn

Zusammengewürfelt aus den verschiedensten Gruppen der letzten Jahre zeigen die Darsteller wie es aussehen kann, wenn ein Theaterstück nicht rechtzeitig fertig wird. Die Schweißausbrüche des Regisseurs, die müden und blassen Gesichter der Darsteller.

Das Stück spiegelt das wahnsinnige, natürliche Treiben hinter einer Theaterbühne wieder.

Noch 24 Stunden bis zur Premiere von „Nackte Tatsachen“. Es ist Generalprobe und Regisseur Lloyd Dallas ist mit seinen Nerven am Ende. Die Türen im Bühnenbild klemmen, die Requisiten sind nicht am rechten Ort und die Darsteller hadern mit ihrem Text. „Nackte Tatsachen“ ist eine turbulente Boulevardkomödie um den reichen Hausbesitzer Philip Brent, der sich mit seiner Ehefrau Flavia auf der Flucht vor der Steuerfahndung in’s eigene Haus schleichen muss, seine Haushälterin Mrs. Clackett, die sich auf einen ruhigen Fernsehnachmittag freut, um Roger Tramplemain – den Angestellten einer Maklerfirma -, der das vermeintlich leer stehende Haus mit seiner Freundin Vicki für ein Schäferstündchen nutzen will, sowie um einen Einbrecher, der in dem ganzen Trubel seine Tochter wieder findet, und um einen Ölscheich, der gar keiner ist.
Doch was unter Zeitdruck geprobt wurde, droht kurz vor der Premiere im Chaos zu versinken. Nur mit Mühe erreicht das Ensemble das Finale des ersten Aktes. Und dabei bleibt es auch. Denn mehr als den ersten Akt von „Nackte Tatsachen“ bekommt der Zuschauer von „Der nackte Wahnsinn“ nicht zu sehen. Dafür aber gleich dreimal.

Regie: Daniel Során

Regieassistenz: Sebastian Standke

Premiere: 30.03.2007

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