Krabat

Krabat, ein heimatloser Junge, wird auf eine geheimnisvolle Mühle gerufen. Dort trifft er auf elf Müllersburschen und einen Meister, der ihn in die Lehre nimmt.

Dass dies ein Trugschluß ist, stellt sich schon recht bald heraus. Die Jungen sind Marionetten des Meisters und jeder der sich seiner Herrschaft widersetzt, kommt auf eigentümliche Weise ums Leben…
Die Sicherheit von Lehre, Unterkunft und Verpflegung entpuppt sich als beinahe ausweglose Gefangenschaft, wäre da nicht die Liebe Krabats zu einem Mädchen, die es schafft, die Tyrannei zu beenden. Doch bis es soweit ist, vergehen ganze drei Jahre, in denen Krabat den Willen und das Selbstvertrauen entwickelt, sich zu befreien.

Die Inszenierung basiert auf dem Roman ‚Krabat‘ von Otfried Preußler. Die DarstellerInnen im Alter von 13 bis 15 Jahren haben sich auf das Abenteuer einer eigenen szenischen Bearbeitung des literarischen Stoffes eingelassen und das Konzept im gemeinsamen Arbeitsprozess selbst entwickelt. Aus unterschiedlichsten Perspektiven wird die Geschichte der zwölf Jungen erzählt, wobei chorische, rituelle Handlungen entscheidend für das atmosphärische Spiel sind.
Der Roman von Otfried Preußler erscheint in seiner archaischen Symbolik zeitlos. Identitätsfindung und Individualisierung werden immer entscheidene Themen bei Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenenalter bleiben. Dass es nicht immer leicht ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, zeigen die Fluchtversuche Jugendlicher in faschistoid angelegte Gemeinschaften, in denen ein rigides Regelwerk eine scheinbare Sicherheit bieten.

Regie: Eva Gruner

Premiere: 14.03.2002

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