Räuber! – nach Friedrich Schiller

Das Drama „Die Räuber“ von Friedrich Schiller ist weltbekannt. Der Konflikt zweier unterschiedlicher Brüder steht im Zentrum des Stücks.


Auf der einen Seite steht Karl Moor, ein Student, der ein sehr chaotisches Leben an der Universität führt. Auf der anderen Seite steht sein intriganter, jüngerer Bruder Franz, der sich von seinem Vater benachteiligt und ungeliebt fühlt. Franz vergiftet die Gefühle des alten Vaters für seinen Sohn Karl, so dass er sich von diesem abwendet. Diese Zurückweisung führt letztendlich dazu, dass Karl eine Gruppe von Gesetzlosen um sich schart und sich der Obrigkeit mit Waffengewalt widersetzt. Sein Herz schlägt für die Armen.

Doch was wäre, wenn die beiden Hauptfiguren nicht Brüder, sondern Schwestern wären?

In der STiC-er Version heißen die Geschwister Karla und Franziska. Die Inszenierung konzentriert sich auf die Beziehung der beiden Schwestern und ihre charakterliche Verschiedenheit. Karla ist ehrlich, äußerst emotional und sehr beliebt. Franziska hingegen sucht nach der mütterlichen Liebe und will das ganze Erbe für sich. Beide sind einsam.

Noch eine andere Frage stellt sich: Nimmt das Publikum Habgier und Gewalt anders auf, wenn sie von jungen Frauen vollzogen wird?

Die Textfassung ist auf das Wesentliche reduziert. Musik und spannungsvolle Bilder treten an die Stelle langer Dialoge. Das Bühnenbild ist relativ abstrakt: Es ist in Schwarz und Weiß gehalten mit Schattenwänden für die Geister, die Franziska auf Grund ihres schlechten Gewissens heimsuchen.

Die zehn Schauspieler sind zwischen 12 und 18 Jahre alt. Nach „Herr der Fliegen“ und „Peer Gynt – fast forward“ ist „Räuber! – nach Friedrich Schiller“ ihre dritte gemeinsame Produktion.

Regie: Manuela Morlok

Premiere: 26.06.2009

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