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Merlin

Wiederaufnahme des im letzten Sommer gefeierten Stücks „Merlin“! Die Inszenierung wird noch drei Mal zu sehen sein. Sie ist unter den 19 letzten Stücken beim „27. Berliner Theatertreffen der Jugend“ gekommen. Damit ist das Stück in der Endausscheidung…

…und hat die 50-prozentige Chance nach Berlin zu fahren!

Merlin ist der Sohn des Teufels und Stifter der Tafelrunde. Er wählt Artus zum König und macht ihn zum Oberhaupt einer edlen Ritterschar, um ein Gegengewicht zu den Mächten des Bösen zu schaffen.
Aber das Böse ist überall, es lauert in mitten des Guten. Es lauert in der Liebe, im Glauben, im Scheitern des Einzelnen an einer großen Aufgabe. Und so ist seine Tafelrunde trotz oder gerade wegen ihrer hohen Ideale dem Untergang geweiht.

Tankred Dorst erzählt die Geschichte um die alten mittelalterlichen Helden neu und modern.
Er schaut hinter die Kulissen von Heldentum und Pathos, er gewinnt ihnen eine Verbindung zum Heute ab, ohne die Figuren auf das Alltägliche zu reduzieren. Es bleibt die Poesie. Der Kampf mit den Schwertern ist ein Kampf der Seelen, denn

„des Nächsten Seele ist ein dunkler Wald“

Regie: Maike Krause

Premiere: 15.03.2006

Vom Jungen, der in ein Buch fiel

Das jährliche Weihnachtsmärchen ist eine erstaunliche Geschichte über Kevin – einem Jungen, der außergewöhnliche Abenteuer erlebt.

Kevin verschlingt die Geschichten über seinen Superhelden, den Privatdetektiv Slim Rockfist, und das bis spät in die Nacht hinein. Sein Vater sieht das gar nicht gern und knipst, mitten in der spannendsten Stelle, einfach das Licht aus.
Kevin kann sich nicht beruhigen. Zu gerne möchte er wissen, wie die Geschichte weitergeht… …und steht nach einem seltsamen Sturz plötzlich seinem Helden gegenüber.
Gemeinsam gehen sie durch Abenteuer, in denen sie mit Schachfiguren kämpfen oder durch ein Spukhaus müssen.

Das Stück ist von Alan Ayckbourne.

Regie: Maike Krause

Premiere: 26.11.2004

1984

In der Welt von 1984 sind die Parteimitglieder bedingungslosen Gehorsam dem „Big Brother“ gegenüber schuldig. Menschen werden durchleuchtet, bis in ihre geheimsten Gedanken hinein verfolgt und dingfest gemacht.

Liebe ist verboten und wird verfolgt, weil sie subversiv ist, das Individuelle stärkt und schließlich hat die ganze Liebe ja auch der Partei zu gelten. Niemand entkommt dem System. Wer aus dem System ausschert, wird qualvoll auseinandergenommen und im Sinne der Partei wieder zusammengesetzt.

Am Ende steht die Auslöschung des Individuums.
Orwells düstere Utopie ist voll bestechender Logik, aber ist ihr Schreckensszenario auch heute noch von Bedeutung für unser Denken?
Der Mensch und das System. 1984/2004. Eine Recherche. Multimediales Projekt.

Regie: Maike Krause

Premiere: 27.05.2004

Baal

Das verhältnismäßig selten gespielte Jugendstück von Brecht erzählt in einer wild-poetischen Sprache die Geschichte von Baal, der zunächst als Dichter berühmt und verehrt, auf Grund seiner exzentrischen Lebensweise schnell vom öffentlichen Interesse fallengelassen wird.

Er ergründet die Liebe in all ihrer Intensität, scheitert aber am Thema menschliche Beziehung ob bei Freund, Mutter oder Geliebten und stirbt schließlich gedemütigt und einsam.

Regie: Maike Krause

Premiere: 26.03.2004